E. E. Zunft zu Weinleuten


Einführung

 

Wer der Weinleuten-Zunft zugehört, will auch in Zukunft seinen Beitrag leisten zum Wohlergehen und zu einer förderlichen Entwicklung unserer Vaterstadt und der in ihr lebenden Menschen. Die Weinleuten-Zünfter wollen sich weiterhin bereit halten, für Basel- als Glied der Eidgenossenschaft und als ein Zentrum der oberrheinschen Region — und ganz allgemein für urbane Lebensqualität sich einzusetzen und sich mit Basels Geschichte,
seiner Gegenwart und seiner Zukunft im Denken und Handeln identifizieren. Die Weinleute fühlen sich der bewussten Pflege baslerischen Traditionen verpflichtet und der Tradition überhaupt, wenn mit „Tradition“ Wertbeständigkeit gemeint ist. Der Weinleuten-Zunft eignen durchaus konservative Züge; zünftischer Konservatismus will aber nur das erhalten und erneuern, was die Vergangenheit an ideellen Werten geschöpft und an gemeinschafts-bildenenden Normen gestiftet hat.

 

Wer JA sagt zur Weinleuten-Zunft (und grundsätzlich zu zünftischem Gedankengut), sagt damit auch JA zu einem lebensvollen Basel in einer lebendigen und weltoffenen Eidgenossenschaft und bekennt sich damit auch zu den Prinzipien der Demokratie im Geiste der Toleranz. Das Bekenntnis zu Basel ist grundsätzlich ein politisches Bekenntnis. Die Weinleuten-Zunft ist aber keineswegs eine
politische Partei, vielmehr ist sie eine Gemeinschaft von verantwortungsbewussten Staatsbürgern von gleicher städtischer Gesinnung. Und sie ist eine frohe Gemeinschaft, die ihre gemeinschaftlichen Gefühle gerne in heiterem und besinnlichem Rahmen pflegt. Die Weinleuten-Zunft empfindet sich als integrative Kraft — integrativ nach innen durch die gepflegte zünftische Geselligkeit und nach aussen ihre Identifikation mit Basel und Baslerischem.

Verfasser: Dr. Werner Rihm, Meister 1986 bis 1995
Genehmigung durch den Zunftvorstand 1994